Neuigkeiten / Berichte / Reportagen / Bilder – Filme – Video`s

Wie das Land, so die Mannschaft

 

.

Deutschland verlässt die WM in Katar als ultimative Lachnummer. Das DFB-Team hat nicht nur sportlich, sondern auch moralisch maximal versagt. Sowas kommt dabei heraus, wenn man den Fußball politisch vereinnahmt und es nicht mehr um unbefangenen Spaß am Sport geht, sondern nur noch um pathetische Haltungsgesten. Noch nie war eine Nationalmannschaft so sehr Abbild der eigenen Gesellschaft und vor allem der Regierung des entsendenden Staates wie diesmal – was ethnische Zusammensetzung, Charakter, Konsequenz und Rückgrat anbelangt.
.

Da lungert die deutsche Innenministerin mit One-Love-Blindenbinde am Arm (unabhängig vom aufgedruckten Motiv vor dem historischen Hintergrund überhaupt eine ganz schlechte, im Ausland als verstörend wahrgenommene Idee, die in Deutschland gerade grassierende Ideologie per Armbinde zu demonstrieren) auf der Tribüne herum, während sich die bunte Truppe deppengleich den Mund zuhält. Derweil brüstet sich ihr grüner Vizekanzler, endlich seinen „Gasdeal” mit Katar ab 2026 unter Dach und Fach gebracht zu haben. Da schwingt der deutsche Mannschaftskapitän markige Worte („unsere Binde kann man uns nehmen, aber nicht unseren Stolz”), weil er auf dem Platz nicht gegen die homophoben Verhältnisse in dem Staat protestieren darf, für dessen Staats-Airline er als Bayern-Keeper hochbezahlte Werbung macht. Und da wird mehr über den angeblich „rassistischen“ Bademantelvergleich eines TV-Kommentators diskutiert als über die sportliche Leistung auf dem Platz.
.

Ein Land, das so auf dem Holzweg, auf Geisterfahrt, auf dem absteigenden Ast und auf dem Regenbogentrip zugleich ist, hat es zehnmal verdient, hochkant rauszufliegen. Auch in anderen Bereichen hat Deutschland im internationalen Wettbewerb längst verkackt, auch wenn es dort nicht so plakativ sichtbar wird wie bei einer bunten „Anschafft“, die im Diversity-Jet den Heimflug antritt: Bei der Automobil- und chemischen Industrie, die dem Land zunehmend den Rücken kehrt. Beim Mittelstand, der in Zeitlupe krepiert. Beim schulischen und universitären Bildungsniveau, das streng monoton fallend ist. Bei Patenten und Erfindungen, wo uns Bedeutungsverlust droht. Bei Infrastruktur, innerer Sicherheit und Militär, wo „Schland“ längst Sanierungsfall ist. Und beim Pro-Kopf-Vermögen und Wohlstand, die wie Gletschereis dahinschmelzen. Statt Aufbau oder wenigstens Substanzerhalt ist Abwicklung und Verschleuderung angesagt. Es ist bei alledem so wie beim Fußball: Wir gehen unter – aber Hauptsache mit „Haltung” und gutmenschlichstem Gewissen.

.

Quelle

.

.