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Wie lange sind Gewinne mit Kryptowährungen noch möglich?

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Kryptowährungen wie Bitcoin und Etherum erzeugen jedes Jahr Umsätze in Milliardenhöhen, doch wie lange kann das so bleiben? Gerade Bitcoin ist bekannt dafür massiv Energie zu verbrauchen um verarbeitet zu werden. Teilweise verbraucht Bitcoin mehr Energie als einige Länder dieses Planeten. Da stellt man sich zurecht die Frage wie schnell Kryptowährungen nun in die Schusslinie der Politik geraten werden. Vor allem wenn man bedenkt das Klimaziele im Raum stehen und eigentlich schon heute klar ist das es so gut wie nicht möglich sein wird diese zu erfüllen. Da stellt man sich schon die Frage ob Kryptowährungen ein Ablaufdatum haben!

Neben den klassischen Kryptowährungen, die einfach viel zu viel Energie verbrauchen wird es in Zukunft ein neues Problem geben, staatliche digitale Währungen. Derzeit testet China bereits im größeren Umfang die Einführung von E-Yuan und auch die europäische Zentralbank erarbeitet derzeit ein Konzept, für die Einführung des E-Euro. Andere Staaten werden ebenfalls an digitalen Geldlösungen arbeiten. An dieser Stelle kann man aber ein wenig Entwarnung geben, denn staatliche digitale Geldlösungen werden keine Konkurrenz zu Kryptowährungen werden. Das Prinzip ist einfach zu unterschiedlich. Vor allem stellt sich die Frage ob eine Bargeldalternative überhaupt notwendig ist.

Eine digitale staatliche Währung zielt vor allem auf Vereinfachung und Verfolgbarkeit ab. Wer nur noch mit digitalem Geld bezahlt hinterlässt immer einen Fußabdruck. Das erschwert natürlich Verbrechen wie Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit und andere Finanz Delikte. Natürlich haben staatliche Währungen auch Vorteile, so muss man sich z.B. nie wieder mit Kleingeld herumschlagen und verliert auch nie wieder sein Geld, wenn man seinen Geldbeutel verliert. Vor allem wären staatliche digitale Währungen Preisstabil, im Gegensatz zu Kryptos. Die Vorteile liegen hier aber vor allem auf staatlicher Seite. Kryptowährungen hingegen sind Anlageinstrumente. Wer mit Kryptowährungen Handel betreibt möchte nicht damit seine Tageszeitung bezahlen oder dem Kellner, im Café, Trinkgeld geben. Er möchte schnell Gewinne erzielen. Das geht natürlich nur aufgrund der hohen Volatilität einer Kryptowährung und wenn schnell reagieren kann. Mit Handels Apps für Kryptowährungen, wie z.B. BitQT, sind Anleger in der Lage 24/7 auf Ereignisse am Markt zu reagieren.

Um das ermöglichen zu können ist ein stabiler Kurs eher schlecht für eine digitale Währung. Es ist also nicht davon auszugehen das der E-Euro jemals den Handel mit Bitcoin beeinflussen wird. Wenn es überhaupt einen E-Euro geben wird, so wird dieser vermutlich frühestens in 4-5 Jahren so weit sein, das man erste Projekte damit durchführen kann.

Aber was ist nun mit dem Ablaufdatum von Kryptowährungen? Bitcoin allen voran ist natürlich ein Problem. Ein Problem, das man vor allem bei den Entwicklern von Etherum, erkannt hat. Etherum wird sein Verarbeitungsmodell umstellen. Weg von der klassischen Blockchain, mit einer Menge komplizierter, kryptischer Puzzles, hin zu einer neuen Verarbeitungsmethode. Derzeit befindet sich Etherum 2.0 in der Entwicklung. Mit der neuen Technik, die nicht mehr auf das klassische Proof-of-Work Verfahren, sondern das Proof-of-Stake Verfahren, setzt soll die Kryptowährung in Zukunft 99,95% ihres Energiebedarfs einsparen können.

Das neue Verfahren setzt weniger darauf das Jeder, der einen fähigen Computerverbund hat, daran teilnehmen soll, sondern viel mehr darauf, das die Teilnehmer an der Verarbeitung, teil des Netzwerkes sind. Sie sollten also durchaus ein Interesse daran haben die Währung stabil und vor allem korrekt zu verarbeiten. Hierzu sollen Worker in Zukunft mindestens 32 Ether, aktuell etwa 130.000€, auf einem Etherumkonto „staken“, also anlegen. Dieses Verfahren bestimmt dann nicht mehr über die Lösung einer Rechenaufgabe und wer sie zuerst gelöst hat, darüber wer den nächsten Block der Blockchain verarbeiten darf, sondern die Verarbeitungswahrscheinlichkeit steigt mit der Höhe des „Stakes“, der Einlage.

Das ist natürlich noch in der Entwicklung, denn das Verfahren ist noch nicht zu sicher genug und vor allem muss in irgendeiner Form sicher gestellt werden das das Netzwerk nicht zu leicht beeinflussbar wird. Gerade eine Kryptowährung lebt ja davon dezentral verarbeitet zu werden. Sprich die massive Anzahl der Teilnehmer an der Verarbeitung und die Unsicherheit darüber wer den nächsten Block liefert macht Manipulationen so schwer. Kryptowährungen werden also so schnell nicht vom Markt verschwinden. Zwar hat auch die Politik ein Interesse an CO2 Einsparung und Umweltschutz, allerdings auch ein Interesse daran die vielen Milliarden Euro, die in Kryptowährungen stecken nicht zu vernichten.

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Quelle

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